2009 Alte Herren

Die Alten Herren im Harz – oder wie eine Bahnfahrt zur Wanderung wurde!!!
Gottsbüren / Wernigerode, 20.06.2009 – Am Samstag, den 20.06.2009 war es wieder soweit, die Alten Herren der TSV „Hassia 04“ Gottsbüren e.V. trafen sich zur ihrem diesjährigen Sommervergnügen. Es ging in den Harz, genauer nach Wernigerode. Aber ich möchte es vorwegnehmen, es sollte eine ungewöhnliche Fahrt werden. Aber erst einmal der Reihe nach.
Um 7.00 Uhr MEZ (Angabe des Berichtsverfassers) wollte man sich zur Abfahrt an der Bushaltestelle am Springbrunnen treffen, aber leider waren zur vereinbarten Abfahrtzeit nicht alle am Treffpunkt. SO wartete man die obligatorischen 5 Minuten, aber das noch fehlende Mitglied traf nicht ein. So startete man nun mit kleiner Verspätung. Entlang der Weser ging es über Oberweser nach Hann. Münden auf die Autobahn A 7. Nach kurzer Fahrt auf der Autobahn steuern wir den Rastplatz Göttingen an, wo erst einmal herzhaft gefrühstückt wurde. Nach der 30-minütigen Pause ging es weiter, über Braunlage steuerten wir unser erstes Ziel, Wernigerode an.

Dort angekommen wurden wir schon erwartet, von unserem Stadtführer, eine ältere, redselige, Dame aus dem Harz, weit gefehlt, aus Schlesien. Aber bevor es los ging musste noch eine kleine Pause eingelegt werden. Anschließend ging es in die Altstadt von Wernigerode, wo ein Fachwerkhaus an das andere sich reihte, und zu jedem wusste unsere Stadtführerin eine Menge zu erzählten. Zudem wurde an diesem Wochenende das jährlich stattfindende Rathausfest gefeiert, kein Wunder das auch zu dieser noch frühen Stunde die Stadt gut gefüllt war. Auch spielte auf der ein oder anderen, zum Rathausfest aufgebaute Bühne, verschieden Kapellen bzw. Band. Am Rathaus angekommen wurde Frau Baumann, so hieß unsere Stadtführerin, darauf aufmerksam gemacht das unser nächster Programmpunkt, die Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn, anstand. So ging es nun weiter zum Bahnhof Wester Tor.
Am Bahnhof angekommen ging es Punkt 11.59 Uhr mit der Dampflok nach Drei Annen Hohne wo unser Bus wartete. Aber die Dampflokomotive sollte diesen Bahnhof heute nicht erreichen. Nach gut 30. minütiger Fahrt, in einem überfüllten Zug, die Passagiere standen teilweise auf den Übergangen zu den Waggons, gab es plötzlich einen Ruck und Zug stand. Was war passiert? Keiner hat eine Antwort parat. Kurz darauf ging eine Zugbegleiterin durch die einzelnen Waggons und gab die Information „Der Zug hat eine Betriebsstörung, es möge niemand den Zug verlassen“. Alle harrten der Dinge, wilde Spekulationen kursieren im Zug. Dann die Meldung durch einen weitere Zugbegleitern -Die Lokomotive ist entgleist- (Bericht der Zeitung Volksstimme) Was nun? Man erkundigte sich wie weit es bis zum nächsten Bahnhof ist, ca. 4 km auf dem parallel zum Gleis verlaufenden Wanderweg. Für die meisten Passagiere gab es kein Halten mehr, man verlies die Waggons um das Unglück zu begutachten. Nach einer kleinen Beratungsphase entschlossen wir uns für den Fußmarsch. Allerdings musste nun unser Programm neu organisiert werden, da die folgenden Termine nun nicht mehr zu halten waren. Nach ca. 1 stündiger Wanderung durch die herrliche Landschaft des Harzes erreichten wir den Bahnhof Drei Annen Hohne.
Am Bus wurde nun das Mittagessen eingenommen, Ahle Wurscht und Brötchen. Anschließend fuhr man weiter zur Ockertalsperre, hier angekommen ging es an Bord der MS Aqua Marin. Die für 14.30 Uhr geplante Rundfahrt auf der Ockertalsperre fand halt, aufgrund der außergewöhnlichen Umstände, erst um 16.00 Uhr statt. Bei Kaffee und Kuchen, EIs oder auch kühlen Getränken laschen man den Ausführungen des Kapitäns. Nach gut 90 Minuten erreichten wir unseren Ausgangspunkt und verließen das Schiff. Es begann die Rückfahrt. Gegen 20.00 Uhr traf im Gasthaus „Zur Linde“ in Weiße Hütte ein. Nach dem sich alle mit den köstlichen Gerichten gestärkt hatte, traten wir die letzte Etappe einer erlebnisreichen Reise an. Gegen 22.00 Uhr hatte man die Heimat Gottsbüren wieder erreicht. Nach der Verabschiedung trennten sich die Wege.
Das Fazit: Ein erlebnisreicher Samstag der die ein oder andere Überraschung in sich barg und von der noch in Jahren erzählt werden wird.